Flashback-Phänomene

© Nick Ansted – Flashbacks

Flashback-Phänomene

Frank Sem­bow­ski, 16. Sep­tem­ber 2017 (bear­bei­tet am 12. Okto­ber 2017)

As the sound of motor cars fades in the night time, I swe­ar I saw your face chan­ge, it didn’t seem qui­te right.1

Peter Gabri­el

Um Flash­back-Phä­no­me­ne ran­ken sich seit jeher recht kuri­os anmu­ten­de Dro­gen­my­then und Groß­stadt­le­gen­den. Zu ihnen gehö­ren bei­spiels­wei­se, dass die blo­ße Gegen­wart einer berausch­ten Per­son einen psy­che­de­li­schen Trip in einer ande­ren Per­son erneut aus­zu­lö­sen ver­mag oder dass Flash­backs zu einem nicht vor­her­seh­ba­ren und womög­lich gefähr­li­chen Kon­troll­ver­lust füh­ren kön­nen. Ob sol­che Dro­gen­my­then einen wah­ren Kern besit­zen und wel­che der dies­be­züg­li­chen Aus­sa­gen in der Wis­sen­schaft brei­te Akzep­tanz erfah­ren, soll in die­sem Arti­kel kurz vor­ge­stellt wer­den.

Motivation und Bezug zur Liberalisierung

Neben der sys­te­ma­ti­schen Dar­stel­lung des Gegen­stands möch­te ich die­je­ni­gen Fra­gen berück­sich­ti­gen, die mir im Zuge der Libe­ra­li­sie­rung psy­cho­ak­ti­ver Sub­stan­zen bedeut­sam erschei­nen. Hier­zu gehö­ren:

  1. Kann die Exis­tenz von Flash­back-Phä­no­me­nen als gesi­chert gel­ten?
  2. Sind Flash­back-Phä­no­me­ne kli­nisch rele­vant?
  3. Ver­ur­sa­chen Flash­backs Lei­dens­druck?
  4. Gehen von Flash­backs objek­ti­vier­ba­re Gefah­ren aus?

Begriffsklärung

Der Begriff Flash­back (deutsch: Rück­blen­de) stammt ursprüng­lich aus der Film­tech­nik, wo er das kom­po­si­to­ri­sche Ein­fü­gen von Bil­dern eines zeit­lich zurück­lie­gen­den Ereig­nis­ses in den sonst chro­no­lo­gi­schen Erzähl­fluss bedeu­tet. Im medi­zi­ni­schen Kon­text dage­gen und in Prä­zi­sie­rung des Dia­gno­se­schlüs­sels F16.70 der ICD-10* han­delt es sich bei Flash­backs (in die­ser auch als Nach­hall­zu­stän­de auf­ge­führt) um epi­so­di­sche, nach einem rausch­frei­en Inter­vall ein­tre­ten­de Bewusst­seins- und Wahr­neh­mungs­phä­no­me­ne von kur­zer Dau­er, die man als Nach­wir­kun­gen vor­aus­ge­gan­ge­ner Sub­stanz-Erfah­run­gen begreift. Wie­der­er­lebt wird min­des­tens ein spe­zi­fi­scher Aspekt des Rauschs.

*) Die Inter­na­tio­na­le sta­tis­ti­sche Klas­si­fi­ka­ti­on der Krank­hei­ten und ver­wand­ter Gesund­heits­pro­ble­me (ICD) ist ein Klas­si­fi­ka­ti­ons­sys­tem für medi­zi­ni­sche Dia­gno­sen, das von der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on her­aus­ge­ge­ben wird. Die aktu­el­le Revi­si­on zum Zeit­punkt der Recher­che war die ICD-10.

Die Per­so­nen, die Flash­backs erfah­ren, ver­mö­gen sie ein­deu­tig mit den Erleb­nis­sen und Zustän­den des zurück­lie­gen­den Rauschs in Ver­bin­dung zu brin­gen. Unge­wiss­heit der soge­nann­ten Mein­haf­tig­keit sol­cher Phä­no­me­ne besteht nicht; sie tra­gen kei­nen wahn­haf­ten Cha­rak­ter.

Die zeit­li­che Distanz, nach der sie anfal­len, kann Tage bis Mona­te, aber nur in den sel­tens­ten Fäl­len Jah­re betra­gen. Cha­rak­te­ris­tisch ist, dass sie ledig­lich Sekun­den bis weni­ge Minu­ten anhal­ten.2 Ein wei­te­res not­wen­di­ges Dia­gno­se­kri­te­ri­um für Flash­backs zeigt sich in der Abgrenz­bar­keit gegen ande­re medi­zi­ni­sche Krank­heits­fak­to­ren: Sie dür­fen nicht bes­ser durch psy­cho­ti­sche Zustands­bil­der oder Stö­run­gen der Psy­che respek­ti­ve des Lei­bes erklärt wer­den kön­nen (zum Bei­spiel durch Migrä­ne, Epi­lep­sie oder Ent­zün­dungs­her­de).3 Post­trau­ma­ti­sche Belas­tungs­stö­run­gen (PTBS) oder an Angst­stö­run­gen gekop­pel­te Sym­pto­me sind eben­falls kei­ne Flash­backs.

Tag­träu­me, Déjà-vu-Erleb­nis­se, inten­siv erleb­te Rück­erin­ne­run­gen und ande­re spon­tan auf­tre­ten­de Bewusst­seins­ver­än­de­run­gen, die man auch ver­än­der­te Wach­be­wusst­seins­zu­stän­de (VWB, engl. alte­red sta­tes of con­scious­ness) nennt, kön­nen mit Flash­back-Phä­no­me­nen leicht ver­wech­selt wer­den. Ein nicht zu unter­schät­zen­der Anteil der als Flash­backs inter­pre­tier­ten Erschei­nun­gen wur­de in frü­hen oder unge­nau design­ten Stu­di­en mit sol­chen (mitt­ler­wei­le als nor­mal gel­ten­den) Bewusst­seins­ver­än­de­run­gen durch­ein­an­der­ge­bracht.4 Anhal­ten­de Ver­än­de­run­gen des all­ge­mei­nen Wohl­be­fin­dens oder des ästhe­ti­schen Emp­fin­dens, wie sie nach der Ein­nah­me von Psy­che­de­li­ka übli­cher­wei­se vor­kom­men, rech­net man eben­falls nicht zu den Flash­backs.

Als Aus­gangs­punkt für die Begriffs­be­stim­mung hät­te ich alter­na­tiv auf den Dia­gno­se­schlüs­sel 292.89 des DSM-IV* ver­wei­sen kön­nen, in wel­chem Hal­lu­zi­no­gen­in­du­zier­te per­sis­tie­ren­de Wahr­neh­mungs­stö­run­gen (HPPD, engl. hal­lu­ci­no­gen per­sis­ting per­cep­ti­on dis­or­der) erfasst sind, doch setzt sich lang­sam die Ansicht durch, dass die wis­sen­schaft­li­chen Grund­la­gen, auf denen die Kri­te­ri­en für HPPDs fußen, unzu­rei­chend sind. Das Pos­tu­lat der Schä­di­gung von Ner­ven­zel­len im Tha­la­mus durch LSD hat sich als halt­los erwie­sen. Hin­zu kom­men abwei­chen­de Vor­stel­lun­gen der kli­ni­schen Rele­vanz: Sowohl DSM-IV 292.89 als auch ICD-10 F16.70 hat­ten zwar ursprüng­lich die Absicht, die glei­chen in der Pra­xis beob­ach­te­ten Phä­no­me­ne zu erfas­sen, aller­dings leg­te man ihnen Model­le mit unter­schied­li­cher kli­ni­scher Trag­wei­te zugrun­de. So berück­sich­tigt bei­spiels­wei­se Kri­te­ri­um A des DSM-IV aus­schließ­lich visu­el­le Effek­te. Beach­ten soll­te man, dass die Auto­ren frü­her Stu­di­en die Begrif­fe HPPD und Flash­back trotz der nicht zuein­an­der­pas­sen­den Defi­ni­tio­nen als Syn­ony­me ver­wen­de­ten. Das erschwert den Ver­gleich der betref­fen­den Stu­di­en oder macht ihn sogar unmög­lich.5

*) Das Dia­gnostic and Sta­tis­ti­cal Manu­al of Men­tal Dis­or­ders (DSM) ist das domi­nie­ren­de von der Ame­ri­ka­ni­schen psych­ia­tri­schen Gesell­schaft (APA) in den USA her­aus­ge­ge­be­ne Klas­si­fi­ka­ti­ons­sys­tem für psy­chi­sche Erkran­kun­gen. Die aktu­el­le Revi­si­on ist die DSM-5. Ich bezie­he mich wegen der (aus mei­ner Sicht) berech­tig­ten Kri­tik an der vier­ten Revi­si­on wei­ter­hin auf die DSM-IV.

Unge­ach­tet der obi­gen erwei­ter­ten Defi­ni­ti­on bleibt es schwie­rig, Flash­back-Phä­no­me­ne zu bestim­men und gegen ver­än­der­te Wach­be­wusst­seins­zu­stän­de abzu­gren­zen. Fol­gen­de Über­le­gun­gen sol­len das ver­deut­li­chen: Zustän­de der Ver­liebt­heit und der Sexua­li­tät haben etwas Rausch­haf­tes. Man könn­te sagen, es ist Rausch, den man in ihnen erfährt. Wahr­schein­lich bin ich mit der Beob­ach­tung nicht allein, dass vor allem Gerü­che (olfak­to­ri­sche Rei­ze) die­se Glücks­mo­men­te nach­träg­lich wie­der inten­siv erfahr­bar machen kön­nen. Wür­de ein sol­ches Wie­der­er­le­ben als Flash­back auf­zu­fas­sen sein, oder läge eine gewöhn­li­che Erfah­rung vor? Sowohl psy­cho­ak­ti­ve Sub­stan­zen als auch Inter­ak­tio­nen mit ande­ren Per­so­nen lösen che­mi­sche Pro­zes­se in uns aus. Dass der Begriff Flash­back hier­bei nur die Sub­stan­zen ein­schließt, liegt an der impli­zi­ten Modell­vor­stel­lung sei­ner Defi­ni­ti­on – eine wis­sen­schaft­li­che Not­wen­dig­keit besteht für die­se Ein­schrän­kung nicht.

Phänomenologie

Die in der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur erwähn­ten Aus­prä­gun­gen von Flash­back-Phä­no­me­nen kön­nen eine Vor­stel­lung davon ver­mit­teln, wie sich Flash­backs bei den betrof­fe­nen Per­so­nen äußern.6 Sie umfas­sen:

  • Ver­än­de­run­gen des Raum- und Zeit­emp­fin­dens
  • Erfah­run­gen der Allein­heit
  • Gefüh­le der Deper­so­na­li­sa­ti­on (Auf­lö­sung des Per­sön­lich­keits­ge­fühls)
  • Derea­li­sa­tio­nen*
  • Opti­sche Wahr­neh­mungs­ver­än­de­run­gen: Farb­in­ten­si­vie­run­gen, Halos um Objek­te, Oszil­la­tio­nen von Licht­quel­len, Nach­bil­der von sich bewe­gen­den Objek­ten, geo­me­tri­sche Pseudo­hal­lu­zi­na­tio­nen, Makr­op­sie oder Mikr­op­sie
  • Stim­mungs­schwan­kun­gen
  • Angst- oder Glücks­ge­füh­le (Letz­te­re wer­den häu­fi­ger genannt)7,8
  • Kon­zen­tra­ti­ons­schwie­rig­kei­ten
  • For­men der Wahr­neh­mungs­sen­si­bi­li­tät (vor­zugs­wei­se bei als mild ein­ge­stuf­ten Flash­back-Phä­no­me­nen)

*) Von Derea­li­sa­ti­on spricht man, wenn eine der kon­ven­tio­nel­len Wirk­lich­keits­in­ter­pre­ta­ti­on nicht ent­spre­chen­de sub­jek­ti­ve Aus­deu­tun­gen der Welt und des eige­nen Ver­hal­tens vor­liegt.

Auslöser von Flashbacks

Auch wenn Flash­backs für die Per­so­nen, die sie erle­ben, bis­wei­len aus hei­te­rem Him­mel zu kom­men schei­nen, unter­liegt ihr plötz­li­ches In-Erschei­nung-Tre­ten nach­voll­zieh­ba­ren (aber noch unzu­rei­chend geklär­ten) Gesetz­mä­ßig­kei­ten. In Stu­di­en wur­den als Aus­lö­ser erkannt:9

  • Medi­ka­men­te
  • Mari­hua­na (THC)
  • Alko­hol und ande­re Sub­stan­zen
  • Erschöp­fungs­zu­stän­de, Schlaf­man­gel
  • Stress
  • Angst­zu­stän­de genau­so wie Zustän­de des Glücks
  • Emo­tio­na­le Ver­stär­ker (hier an ers­ter Stel­le Musik)
  • Inne­re Stil­le, Iso­la­ti­on, Dun­kel­heit
  • Fern­se­hen

Substanzen, die mit Flashbacks in Verbindung gebracht werden

Wel­che Sub­stan­zen sind an Flash­back-Phä­no­me­nen betei­ligt? An die­ser Stel­le muss man zwi­schen der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur und den nicht reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­gen unter Benut­zern unter­schei­den, die zum Bei­spiel in Online­fo­ren durch­ge­führt wur­den. Letz­te­re umfas­sen die viel grö­ße­re, aber in den meis­ten ihrer Merk­ma­le nicht näher bestimm­ba­re Grup­pe.

Die Fach­li­te­ra­tur lis­tet ledig­lich sechs psy­cho­ak­ti­ve Stof­fe im Zusam­men­hang mit Flash­backs auf: LSD, Can­na­bis (THC), Ket­amin, MDMA, Mes­ka­lin und psi­lo­cyb­in­hal­ti­ge Pil­ze, wobei Flash­backs mit Abstand am häu­figs­ten für LSD doku­men­tiert sind, weit sel­te­ner für Ket­amin10 und Can­na­bis11. Es gibt Anzei­chen dafür, dass Can­na­bis unter bestimm­ten Umstän­den (und bei hier­für sen­si­blen Per­so­nen) als Aus­lö­ser für LSD-Flash­backs fun­giert.

Flash­backs nach MDMA-Ein­nah­me kom­men in der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur nur in zwei Fäl­len vor.12,13 Selbst wenn es noch ergän­zen­de Fall­be­schrei­bun­gen geben soll­te, steht die Sel­ten­heit des Auf­tre­tens im Wider­spruch zur mas­sen­haf­ten Ver­brei­tung von MDMA in den Jugend- und Sub­kul­tu­ren. Gegen­wär­tig kann man daher Flash­backs als Fol­ge von allei­ni­gem MDMA-Kon­sum nicht als belegt anse­hen. Kom­men­ta­re in Foren wei­sen dar­auf­hin, dass man die­se Fest­stel­lung zukünf­tig in Teil­as­pek­ten wird rela­ti­vie­ren müs­sen. Cha­rak­te­ris­tisch ist aus Sicht der Kon­su­men­ten ein kurz­zei­ti­ges Auf­blü­hen der ver­trau­ten MDMA-eige­nen Gefühls­zu­stän­de.

Ob es Flash­backs nach der Ein­nah­me von Mes­ka­lin gibt, ist eben­falls strit­tig. Die Indi­zi­en in der Lite­ra­tur sind dünn gesät. Der Medi­zi­ner John Hal­pern befrag­te wäh­rend sei­ner umfang­rei­chen acht­jäh­ri­gen Feld­stu­die mehr als 1000 Nava­jos der Nati­ve Ame­ri­can Church, ohne auch nur eine Per­son vor­zu­fin­den, die Flash­back-Phä­no­me­ne erlebt hät­te.14,15

Ver­gleich­ba­res gilt für den Stoff Psi­lo­cy­bin: In der wis­sen­schaft­li­chen Lite­ra­tur sind für ihn kei­ne Flash­back-Phä­no­me­ne im eigent­li­chen Sin­ne bekannt.16 Es lässt sich ledig­lich ein Fall­be­richt anfüh­ren, in dem es unter einem nicht wis­sen­schaft­li­chen oder the­ra­peu­ti­schen Kon­text zu wie­der­hol­tem Flash­back-Erle­ben durch die Ein­nah­me von Pil­zen der Art Psi­lo­cy­be semi­lan­cea­ta kam. Es lag Misch­kon­sum von Pil­zen und Can­na­bis vor, wobei Can­na­bis (wie in Fäl­len vor­aus­ge­gan­ge­nen LSD-Kon­sums) als Trig­ger für die Flash­backs ermit­telt wur­de.17

Prävalenz

Die aktu­el­len Daten erlau­ben kei­ne (auch nicht die gröbs­te) Aus­sa­ge über die Prä­va­lenz von Flash­back-Phä­no­me­nen.18 Immer­hin kann man fest­hal­ten, dass die Häu­fig­keit von Flash­backs bei expe­ri­men­tel­ler (und mit guter Betreu­ung ver­bun­de­ner) oder bei kon­trol­liert-medi­zi­ni­scher Anwen­dung deut­lich unter der­je­ni­gen des frei­en Gebrauchs liegt. In einer der weni­gen lang­jäh­ri­gen sys­te­ma­ti­schen Stu­di­en über LSD berich­te­ten (gemes­sen an den heu­ti­gen Kri­te­ri­en) 2 Pro­zent der Pro­ban­den von Flash­backs.19 Der Psych­ia­ter Sid­ney Cohen geht davon aus, dass sowohl unter geord­ne­ten als auch unter frei­en Bedin­gun­gen deut­lich weni­ger als 5 Pro­zent der Men­schen betrof­fen sind.20 Ande­re Stu­di­en geben bei Alko­hol­süch­ti­gen (!), die LSD kon­su­mie­ren, den extre­men Wert von 74 Pro­zent und bei Poly­to­xi­ko­ma­nen, also bei Leu­ten mit schran­ken­lo­sem Par­al­lel- oder Misch­kon­sum, Wer­te von 52 Pro­zent an.21

Beson­de­ren Ein­fluss auf die Häu­fig­keit von Flash­back-Phä­no­me­nen hat die Erwar­tungs­hal­tung.22 Akku­ra­te Vor­be­rei­tung, ein fest­ge­leg­ter Ablauf, die Ver­wen­dung von Sub­stan­zen mit hohem Rein­heits­grad und eine ange­mes­se­ne Dosie­rung mini­mie­ren all­ge­mein die Häu­fig­keit des Auf­tre­tens von Nach- und Neben­wir­kun­gen.23,24 Beach­ten soll­te man des Wei­te­ren, dass Flash­backs aus­ge­spro­chen flüch­ti­ge Ereig­nis­se dar­stel­len und leicht fehl­in­ter­pre­tiert oder über­se­hen wer­den kön­nen.

Erklärungsmodelle

So unter­schied­lich sich Stich­pro­ben und Stu­di­en­de­signs gestal­ten, so unter­schied­lich fal­len die Hypo­the­sen aus, mit denen man Flash­back-Phä­no­me­ne zu erklä­ren ver­sucht. Es gibt ers­te viel­ver­spre­chen­de, durch Expe­ri­men­te gestütz­te Ansät­ze, mit deren Hil­fe man Ein­zel­as­pek­te zufrie­den­stel­lend zu deu­ten ver­mag. Bei­spiels­wei­se kann man anneh­men, dass ein psy­che­de­li­scher Rausch eine Art Grund­sen­si­bi­li­sie­rung für anders­ar­ti­ge Bewusst­seins­zu­stän­de bewirkt. Im Rah­men der all­täg­li­chen Bewusst­seins­schwan­kun­gen erwei­sen sich die betrof­fe­nen Per­so­nen dann für außer­ge­wöhn­li­che Zustän­de als wesent­lich zugäng­li­cher. In einem wei­te­ren Erklä­rungs­an­satz geht man davon aus, dass bei Rau­sch­er­leb­nis­sen, die auf die Ver­suchs­per­son über­wäl­ti­gend gewirkt haben, eine See­len­last ent­stan­den ist, die nach­träg­lich durch das Wie­der­er­le­ben sen­so­ri­sche und emo­tio­na­le Auf­ar­bei­tung erfährt.25

Letz­ten Endes wird ein umfas­sen­des wis­sen­schaft­li­ches Modell Flash­back-Phä­no­me­nen nur dann gerecht wer­den, wenn es sie als Fol­ge eines (noch genau­er zu unter­su­chen­den) kom­ple­xen, viel­ge­stal­ti­gen Ursa­chen­ge­flechts begreift. Im par­ti­el­len Wie­der­er­le­ben kann die Super­po­si­ti­on der emo­tio­na­len und infor­ma­tio­nel­len Kräf­te nach und nach rea­li­siert und auf­ge­löst wer­den. Ein sol­ches Modell wür­de die Gesamt­heit der Aus­gangs­zu­stän­de umfas­sen und erst in der Ein­zel­fall­be­trach­tung die sys­tem­be­stim­men­de, maß­geb­li­che Ursa­chen-Kon­stel­la­ti­on aus­kris­tal­li­sie­ren.26 Von einem Modell, das für eine kon­kre­te Per­son prä­zi­se Vor­her­sa­gen – betref­fend Art und Häu­fig­keit der Flash­back-Phä­no­me­ne – erlaub­te, darf man jedoch zum jet­zi­gen Zeit­punkt noch nicht aus­ge­hen. Davon abge­se­hen bleibt es wei­ter­hin unklar, war­um sich die Mehr­heit der Per­so­nen unter kon­trol­lier­ten Bedin­gun­gen als unemp­fäng­lich gegen­über Flash­backs erwie­sen hat.

Zum Stand der Forschung

Es ver­wun­dert nicht, dass über Flash­backs so vie­le Dro­gen­my­then und Anek­do­ten im Umlauf sind: Die For­schung tut sich auf dem Gebiet der Flash­back-Phä­no­me­ne unge­wöhn­lich schwer. Man soll­te daher die prä­sen­tier­ten wis­sen­schaft­li­chen Aus­sa­gen als vor­über­ge­hend begrei­fen. Wie John Hal­pern und Har­r­i­son Pope in ihrem Resü­mee der 60-jäh­ri­gen For­schung fest­stel­len, wur­de der Begriff Flash­back in der Ver­gan­gen­heit auf der­art man­nig­fal­ti­ge Wei­se gedeu­tet, dass man ihn, im Grun­de genom­men, als wert­los ein­stu­fen muss.27 Der Reich­tum an Defi­ni­tio­nen, Model­len und Dia­gno­se­kri­te­ri­en ist spür­bar Aus­druck von Erkennt­nis­un­si­cher­heit.

Vie­le Stu­di­en krank­ten dar­an, dass in ihnen kei­ne reprä­sen­ta­ti­ven Stich­pro­ben zur Ver­fü­gung stan­den oder die wis­sen­schaft­li­che Fra­ge­stel­lung zu weit gefasst war. Die selek­tier­ten Grup­pen setz­ten sich zusam­men ent­we­der aus Alko­ho­li­kern, Indi­vi­du­en mit mul­ti­plem Sub­stanz­ge­brauch, High School-Absol­ven­ten, Sol­da­ten oder Kriegs­ve­te­ra­nen. Doris Hol­land und Tors­ten Pas­sie fan­den zudem her­aus, dass in den über ein­hun­dert von ihnen für ihre Über­sichts­ar­beit Flash­back-Phä­no­me­ne als Nach­wir­kung von Hal­lu­zi­no­gen­ein­nah­me zura­te gezo­ge­nen Publi­ka­tio­nen ledig­lich eine Selbst­schil­de­rung vor­kam.28

Schlussfolgerungen

Die Aus­gangs­fra­ge, ob Flash­backs als real gel­ten dür­fen, muss man beja­hen, wobei Flash­back-Phä­no­me­ne etwas so Flüch­ti­ges dar­stel­len, dass sie oft­mals in den gewöhn­li­chen Schwan­kun­gen des Bewusst­seins unter­ge­hen. Neh­men die Betrof­fe­nen ein Phä­no­men deut­lich wahr, erken­nen sie des­sen Ursprung durch­gän­gig als im eige­nen Selbst begrün­det. So oder so darf man aus der Nach­weis­bar­keit nicht ablei­ten, dass Flash­backs als unan­ge­nehm oder uner­wünscht erlebt wer­den. Die wenigs­ten emp­fin­den sie als belas­tend oder zeit­lich deplat­ziert.

Bei vor­aus­schau­en­dem Sub­stanz­ge­brauch ist nur ein gerin­ger Anteil der Kon­su­men­ten von ihnen betrof­fen. Flash­backs sind unter kon­trol­lier­ten Bedin­gun­gen oder bei stark ritua­li­sier­tem Gebrauch aus­ge­spro­chen sel­ten. Mit Abstand am häu­figs­ten kom­men sie bei LSD vor; ande­re Psy­che­de­li­ka konn­ten bis­her nicht ver­läss­lich als Quel­len für Flash­backs iden­ti­fi­ziert wer­den. Als hin­rei­chend gesi­chert gilt, dass aus­schwei­fen­der Kon­sum die Wahr­schein­lich­keit ihres Auf­tre­tens erhöht. Diver­se Umstän­de begüns­ti­gen sie; erwäh­nens­wert als Aus­lö­ser ist (wie­der­um bezo­gen auf LSD) vor allem Can­na­bis, aber auch Alko­hol­ge­brauch wird mehr­fach genannt. Eine zwei­te Sub­stanz als Trig­ger anzu­füh­ren kommt frei­lich nur infra­ge, wenn man gleich­zei­tig Nüch­tern­heit als Defi­ni­ti­ons-Kri­te­ri­um für Flash­backs auf­gibt.

Die kli­ni­sche Rele­vanz von Flash­backs ist unklar; ihre Ursa­chen wer­den nicht kon­sis­tent erklärt. Angst ein­flö­ßen­de Set­tings (Unin­for­miert­heit und Uner­fah­ren­heit sowie die Ein­nah­me unter Pro­hi­bi­ti­ons­be­din­gun­gen) mögen sie begüns­ti­gen. Bei aller gebo­te­nen Vor­sicht kann man sub­su­mie­ren, dass von ihnen kei­ne objek­ti­vier­ba­re Gefahr aus­geht. Eine Beein­träch­ti­gung des Fahr­ver­mö­gens wird zwar nicht rund­weg aus­ge­schlos­sen, Flash­backs als Grund für im Stra­ßen­ver­kehr began­ge­nes Fehl­ver­hal­ten sind in der Lite­ra­tur aller­dings unbe­kannt.29 In Deutsch­land nahm sich das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt 2002 die­ser Fra­ge im Zusam­men­hang mit Can­na­bis­kon­sum an. Es stell­te fest, dass „das Risi­ko eines nicht vor­her­seh­ba­ren plötz­li­chen Ver­lusts der Fahr­tüch­tig­keit als sehr gering ein­zu­schät­zen“ ist und daher kei­ner wei­te­ren Klä­rung bedür­fe.30

Denk­bar wäre es, dass hier­für emp­fäng­li­che Per­so­nen in Panik gera­ten und mei­nen, ver­rückt gewor­den zu sein oder nicht mehr von einem vor­mals angst­do­mi­nier­ten Trip run­ter­kom­men zu kön­nen.31 Das Wis­sen über die Exis­tenz und die Flüch­tig­keit von Flash­back-Phä­no­me­nen mag ihnen den Furcht ein­flö­ßen­den Cha­rak­ter neh­men und sie nicht mehr bedroh­lich erschei­nen las­sen. Es wäre erfreu­lich, könn­te die­ser Arti­kel das Ver­ständ­nis dahin gehend för­dern, doch soll­te man sich wie bei ande­ren per­sön­li­chen und auf freie Ent­schei­dun­gen zurück­ge­hen­de Lebens­er­fah­run­gen die Fra­ge stel­len dür­fen, ob ihre Ver­mei­dung dem Leben auto­ma­tisch eine glück­li­che­re oder sinn­haf­te­re Wen­dung gege­ben hät­te.

Viel­leicht lie­fer­te ein der­ar­ti­ges von Angst bestimm­tes Flash­back-Erleb­nis den künst­le­ri­schen Impuls für das legen­dä­re Stück Supper’s Ready der Pro­gres­si­ve-Rock­band Gene­sis. Nach der Aus­sa­ge des dama­li­gen Front­manns Peter Gabri­el trat es über­ra­schend ein und fand nicht unter Rausch­mit­tel­ein­fluss statt.32 Aty­pisch waren die audio­vi­su­el­len Pseudo­hal­lu­zi­na­tio­nen und die Pro­jek­ti­on der inne­ren Abläu­fe auf das Gegen­über. Sowohl das Unge­wohn­te der Situa­ti­on als auch die asso­zia­ti­ve Ver­knüp­fung des Gesche­hens mit dunk­len reli­giö­sen Sinn­bil­dern rie­fen star­ke Emo­tio­nen her­vor. Kaum vor­stell­bar, dass ohne das auf­wüh­len­de, aber letzt­end­lich harm­lo­se Flash­back-Erleb­nis (das dem Arti­kel als Mot­to vor­an­ge­stellt ist) die­ser Mei­len­stein der Musik­ge­schich­te ent­stan­den wäre.


[1] Gabri­el (1972): Supper’s Ready. https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​x​_​9​M​K​J​C​c​3​d​w​&​a​m​p​;​t​=​2​8​m​12s
„Als der Klang der Moto­ren in der Nacht ver­ging, hät­te ich schwö­ren kön­nen, dass sich dein Gesicht vor mei­nen Augen ver­wan­del­te – und das erschien mir alles ande­re als nor­mal zu sein.“ (Übers. d. Verf.)
[2] Hol­land (2011): Flash­back-Phä­no­me­ne. pp. 98f.
[3] Eben­da p. 56.
[4] Eben­da p. 153.
[5] Herm­le (2015): Hal­lu­zi­no­gen-indu­zier­te Per­sis­tie­ren­de Wahr­neh­mungs­stö­rung (HPPD) und Flash­back-Phä­no­me­ne – Dif­fe­ren­zi­al­dia­gno­se und Erklä­rungs­mo­del­le. pp. 508–510, 513 („Take Home Messa­ge“).
[6] Hol­land (2011): Flash­back-Phä­no­me­ne. pp. 46, 50, vor allem pp. 56, 62, 65.
[7] Eben­da. Zu Glücks­emp­fin­dun­gen zum Bei­spiel pp. 85, 92.
[8] Herm­le (2015): Hal­lu­zi­no­gen-indu­zier­te Per­sis­tie­ren­de Wahr­neh­mungs­stö­rung (HPPD) und Flash­back-Phä­no­me­ne – Dif­fe­ren­zi­al­dia­gno­se und Erklä­rungs­mo­del­le. p. 509.
[9] Hol­land (2011): Flash­back-Phä­no­me­ne. pp. 54f, 60, 63f, 66, 93f.
[10] Eben­da pp. 87f, 175f.
[11] Eben­da pp. 77, 87f.
[12] Eben­da pp. 41f.
[13] Creigh­ton (1991): ‘Ecsta­sy’ Psy­cho­sis and Flash­backs. p. 714.
[14] Hal­pern (2005): Psy­cho­lo­gi­cal and Cogni­ti­ve Effects of Long-Term Peyo­te Use Among Nati­ve Ame­ri­cans. p. 626, 630.
[15] Hol­land (2011): Flash­back-Phä­no­me­ne. p. 14.
[16] Stu­de­rus (2011): Acu­te, sub­acu­te and long-term sub­jec­tive effects of psi­lo­cy­bin in healt­hy humans: a poo­led ana­ly­sis of expe­ri­men­tal stu­dies. p. 1444, 1448.
[17] Herm­le (2008): Hal­lu­zi­no­gen-indu­zier­te psy­chi­sche Stö­run­gen. p. 339; mit Bezug auf: Espiard (2005): Hal­lu­ci­no­gen per­sis­ting per­cep­ti­on dis­or­der after psi­lo­cy­bin con­sump­ti­on: a case stu­dy. Euro­pean Psych­ia­try. pp. 458f.
[18] Hal­pern (2003): Hal­lu­ci­no­gen per­sis­ting per­cep­ti­on dis­or­der: what do we know after 50 years? p. 116.
[19] Hol­land (2011): Flash­back-Phä­no­me­ne. pp. 45f.
[20] Eben­da pp. 75, 93.
[21] Eben­da p. 92.
[22] Eben­da pp. 69f.
[23] Eben­da p. 93.
[24] Hal­pern (2003): Hal­lu­ci­no­gen per­sis­ting per­cep­ti­on dis­or­der: what do we know after 50 years? p. 115.
[25] Hol­land (2011): Flash­back-Phä­no­me­ne. pp. 122f und 19ff.
[26] Eben­da pp. 204–210.
[27] Hal­pern (2003): Hal­lu­ci­no­gen per­sis­ting per­cep­ti­on dis­or­der: what do we know after 50 years? p. 115.
[28] Hol­land (2011): Flash­back-Phä­no­me­ne. pp. 19 und 80f.
[29] Eben­da pp. 155f.
[30] Herm­le (2015): Hal­lu­zi­no­gen-indu­zier­te Per­sis­tie­ren­de Wahr­neh­mungs­stö­rung (HPPD) und Flash­back-Phä­no­me­ne – Dif­fe­ren­zi­al­dia­gno­se und Erklä­rungs­mo­del­le. p. 511.
[31] Hol­land (2011): Flash­back-Phä­no­me­ne. p. 76.
[32] Gal­lo (1978): Gene­sis – The Evo­lu­ti­on Of A Rock Band.

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